"Wem seine Freiheit und sein Recht nicht mehr ist, als seine Bequemlichkeit, der ist in jedem Falle ein armseliger Tropf!" Johann Heinrich Pestalozzi, 1746-1827, Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Prof. Dr. Blum: Das zerstörte zweite Wirtschaftswunder der Neuen Länder: Ein Kollateralschaden der Privatisierung?

Viele Menschen in Deutschland, und diese Gruppe geht über die Vertriebenen hinaus, sind der Überzeugung, daß die Verweigerung der Restitution und damit letztlich auch die Verweigerung von Heimat einen nicht unerheblichen Teil der gegenwärtigen wirtschaftlichen Probleme des Ostens Deutschlands erklären.

Bodenreform-Schwarzbuch von Jürgen Gruhle

Cover des Bodenreform-Schwarzbuchs von Jürgen Gruhle

Der Autor verschiedener grundlegender Bücher und Veröffentlichungen zu Fragen der Enteignungen und vor allem der DDR-Zwangskollektivierung legt jetzt ein umfangreiches Gesamtwerk zur Geschichte von 1945 bis 1949 vor.

Mehrjährige intensive Recherche-Arbeit ist nun erfolgreich abgeschlossen zu einem ersten Abschluss gebracht worden, der zugleich weitere Vertiefung der Thematik auslösen wird. Jürgen Gruhle stellt Ergebnisse und Erkenntnisse, heraus,die bisher so noch nicht veröffentlicht wurden, korrigiert und ergänzt bisherige Darstellungen und auch viele Zahlen, und wird so zum Kompendium für die Wissenschaft wie alle Interessierten an Zeitzeugnissen und Klarstellungen.Diese umfängliche Arbeit fand statt in engster Zusammenarbeit zum einen mit der Aktionsgemeinschaft Recht und Eigentum (ARE) und zum anderen mit der Fördergemeinschaft Recht und Eigentum (FRE), München, die besonders die wissenschaftliche Aufarbeitung und Dokumentierung der Zeit 1945 bis 1989 und die Gestaltung des Zentrums in Plänitz bei Neustadt/ Dosse vorantreibt.

Vorstellung des Konzepts zur Errichtung und Gestaltung des „Dokumentations- und Aufarbeitungs-Zentrums zur Geschichtsepoche 1945 – 1990“ im früheren Herrenhaus Plänitz

In Plänitz wird voraussichtlich ein Zentrum der Aufarbeitung und Dokumentation entstehen, das zugleich einen Museumsteil für Ausstellungen und Archive enthalten soll. Der Standort soll zudem als Begegnungsstätte für alle interessierten Bürger dienen und dabei besonders der jungen Generation wichtige geschichtliche Zusammenhänge so objektiv wie möglich vermitteln.

Karl Homer: 20 Jahre Bundesbürger – Versuch einer Zwischenbilanz

Kürzlich saß ich am Computer und stöberte in alten Dateien. Dabei stieß ich auf eine Ausarbeitung, die ich „Innenansichten eines Neubundesbürgers“ genannt hatte. Darin hatte ich unter anderem die verfehlte Eigentumspolitik beklagt. Die Politik hatte sich auf die Kräfte des Marktes verlassen, dieser hatte nach seinen Gesetzen gehandelt, nämlich die zusätzliche Nachfrage aus Leistungsreserven in den alten Ländern befriedigt, anstatt den Osten in angemessenem Umfang mit Investitionen und Arbeitsplätzen zu bedenken. Investoren, die es dennoch versuchten, hatten es schwer.

Erläuterungen zum Antrag betreffend die Errichtung und Gestaltung des Dokumentations- und Aufarbeitungs-Zentrums zur Geschichtsepoche 1945 bis 1990 im früheren Herrenhaus Plänitz / Neustadt-Dosse

Gutshaus Plänitz 2008 - Besichtigung

Ausgangslage und Begründung der Wahl des Standorts
Im 20. Jahr nach dem historischen Fall der Berliner Mauer, mit dem die deutsche Wiedervereinigung eingeleitet wurde, möchten engagierte Bürgerinnen und Bürger ein Zentrum der Erinnerung und Aufarbeitung schaffen.Hier sollen besonders die Geschehnisse und Schicksale am Beginn der deutschen Teilung 1945 sowie die geschichtlichen Ereignisse in den über vierzig Jahren der Existenz der DDR dargestellt und aufgearbeitet werden. Möglich wird dies gemacht mit den noch vorhandenen Zeitzeugnissen, Dokumenten , Beschreibungen und Bildern. Hierfür hat eine umfangreiche Vorarbeit stattgefunden, die u.a. mit der Schaffung einer Datenbank mit jetzt schon über 2000 Seiten ihresgleichen in Deutschland sucht und dazu beitragen wird, dem Vorhaben einen erfolgreichen Weg zu bahnen.

Bericht zum Aufbau eines Aufarbeitungs- und Dokumentationszentrums

Gutshaus Plänitz 1941

Zusammenfassung der Arbeit der

Fördergemeinschaft Recht und Eigentum (FRE)
zur Vorbereitung des Aufarbeitungs- und Dokumentationszentrums

"Forum zur Epoche der Boden-und Industriereform ab 1945"

im Zeitraum vom 30. April bis zum 20. Juli 2008

Verfall und Wandlung dörflicher Siedlungsstrukturen in der Prignitz durch Enteignung, Leerstand und Abriß nach 1945 – eine kritische Analyse von Torsten Foelsch

Überarbeitete Fassung eines Vortrags in Döllen am 17. Juni 2008 auf dem Forum „ Epoche der Boden- und Industriereform“ organisiert von FRE

Ca­the­ri­ne Wild­gans: Rechts­wid­ri­ge Ent­eig­nung von Bo­den­re­form­wirt­schaf­ten in der Zeit von 1951 bis 1990

Im­mer wie­der gibt es in der ver­mö­gens­recht­li­chen Pra­xis Strei­tig­kei­ten um die Re­sti­tu­ti­on von Bo­den­re­form­wirt­schaf­ten, die den Ei­gen­tü­mern auf un­ter­schied­li­che Wei­se ab­ge­nom­men und in Volks­ei­gen­tum über­führt wur­den. Grund­sätz­lich und im­mer mit Hil­fe der glei­chen Ar­gu­men­ta­ti­on, meist in Form von Text­bau­stei­nen, leh­nen die Äm­ter bzw. Lan­de­säm­ter zur Re­ge­lung of­fe­ner Ver­mö­gens­fra­gen die Re­sti­tu­ti­on der Sied­lun­gen ab.

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