"Wem seine Freiheit und sein Recht nicht mehr ist, als seine Bequemlichkeit, der ist in jedem Falle ein armseliger Tropf!" Johann Heinrich Pestalozzi, 1746-1827, Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

Vor 50 Jahren: Abschluss der DDR-Zwangskollektivierung 1960

Erinnerung und Würdigung: Fortwirkende Konsequenzen

Am Freitag, den 23.04.2010 um 17.00 Uhr hat der ARE-Zusammenschluss mit den angeschlossenen Verbänden und Gruppierungen und mit Beteiligung von Betroffenen der Zwangskollektivierung und Opfer in der Landwirtschaft der damaligen DDR dieses folgenreichen Geschehens gedacht. Vor 50 Jahren wurde mit Repression und großer Brutalität die Zwangskollektivierung zum Ende geführt.Die Folgen wirken bis heute nach, wirken in der Agrarstruktur der jungen Länder weiter und sind nun verstärkt herauszuarbeiten.

Frühling in Plänitz 2010

Frühling in Plänitz 2010

Frühling in Plänitz April 2010

Klaus Kemper - Die ostdeutsche Agrarstruktur ist eine Fehlentwicklung

Die deutsche Agrarpolitik ist offenbar fest entschlossen, die ab 1948 von den Regierenden der DDR nach dem Vorbild sowjetischer Kolchose in der Form Landwirtschaftlicher Produktionsgenossenschaften (LPG) erzwungene und nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 mit Unterstützung namhafter Agrarwissenschaftler selbst unter in Kaufnahme gravierender Rechtsbrüche aufrechterhaltene ostdeutsche Agrarstruktur in ihrem Fortbestand zusätzlich abzusichern... (weiter im Anhang)

Ein neuer Abschnitt des Vorhabens hat begonnen

Vorschau

Hier der aktuelle Informations-Flyer "Wurzel-Wandel-Wiederkehr" ...

Denkmalpflegerische Zielstellung Guthaus Plänitz

Im Anhang finden Sie die denkmalpflegerische Zielstellung für das Gutshaus Plänitz mit vielen Informationen und Fotos über das Gut zusammengestellt vom Planungsbüro Dienstleistung Denkmal.

Inhalt

  • Historie und Besitzergeschichte
  • Grundrissdisposition
  • Innenausstattung
  • Dokumentation des Bestandes
  • Zielstellung für den Umgang mit der Substanz
  • Überlegungen zu Zeitschiene/Leitlinie
  • Weitere Planung
  • Archivalien als Grundlage der denkmalpflegerischen Zielstellung

Prof. Dr. Blum: Das zerstörte zweite Wirtschaftswunder der Neuen Länder: Ein Kollateralschaden der Privatisierung?

Viele Menschen in Deutschland, und diese Gruppe geht über die Vertriebenen hinaus, sind der Überzeugung, daß die Verweigerung der Restitution und damit letztlich auch die Verweigerung von Heimat einen nicht unerheblichen Teil der gegenwärtigen wirtschaftlichen Probleme des Ostens Deutschlands erklären.

Bodenreform-Schwarzbuch von Jürgen Gruhle

Cover des Bodenreform-Schwarzbuchs von Jürgen Gruhle

Der Autor verschiedener grundlegender Bücher und Veröffentlichungen zu Fragen der Enteignungen und vor allem der DDR-Zwangskollektivierung legt jetzt ein umfangreiches Gesamtwerk zur Geschichte von 1945 bis 1949 vor.

Mehrjährige intensive Recherche-Arbeit ist nun erfolgreich abgeschlossen zu einem ersten Abschluss gebracht worden, der zugleich weitere Vertiefung der Thematik auslösen wird. Jürgen Gruhle stellt Ergebnisse und Erkenntnisse, heraus,die bisher so noch nicht veröffentlicht wurden, korrigiert und ergänzt bisherige Darstellungen und auch viele Zahlen, und wird so zum Kompendium für die Wissenschaft wie alle Interessierten an Zeitzeugnissen und Klarstellungen.Diese umfängliche Arbeit fand statt in engster Zusammenarbeit zum einen mit der Aktionsgemeinschaft Recht und Eigentum (ARE) und zum anderen mit der Fördergemeinschaft Recht und Eigentum (FRE), München, die besonders die wissenschaftliche Aufarbeitung und Dokumentierung der Zeit 1945 bis 1989 und die Gestaltung des Zentrums in Plänitz bei Neustadt/ Dosse vorantreibt.

Vorstellung des Konzepts zur Errichtung und Gestaltung des „Dokumentations- und Aufarbeitungs-Zentrums zur Geschichtsepoche 1945 – 1990“ im früheren Herrenhaus Plänitz

In Plänitz wird voraussichtlich ein Zentrum der Aufarbeitung und Dokumentation entstehen, das zugleich einen Museumsteil für Ausstellungen und Archive enthalten soll. Der Standort soll zudem als Begegnungsstätte für alle interessierten Bürger dienen und dabei besonders der jungen Generation wichtige geschichtliche Zusammenhänge so objektiv wie möglich vermitteln.

Karl Homer: 20 Jahre Bundesbürger – Versuch einer Zwischenbilanz

Kürzlich saß ich am Computer und stöberte in alten Dateien. Dabei stieß ich auf eine Ausarbeitung, die ich „Innenansichten eines Neubundesbürgers“ genannt hatte. Darin hatte ich unter anderem die verfehlte Eigentumspolitik beklagt. Die Politik hatte sich auf die Kräfte des Marktes verlassen, dieser hatte nach seinen Gesetzen gehandelt, nämlich die zusätzliche Nachfrage aus Leistungsreserven in den alten Ländern befriedigt, anstatt den Osten in angemessenem Umfang mit Investitionen und Arbeitsplätzen zu bedenken. Investoren, die es dennoch versuchten, hatten es schwer.

Erläuterungen zum Antrag betreffend die Errichtung und Gestaltung des Dokumentations- und Aufarbeitungs-Zentrums zur Geschichtsepoche 1945 bis 1990 im früheren Herrenhaus Plänitz / Neustadt-Dosse

Gutshaus Plänitz 2008 - Besichtigung

Ausgangslage und Begründung der Wahl des Standorts
Im 20. Jahr nach dem historischen Fall der Berliner Mauer, mit dem die deutsche Wiedervereinigung eingeleitet wurde, möchten engagierte Bürgerinnen und Bürger ein Zentrum der Erinnerung und Aufarbeitung schaffen.Hier sollen besonders die Geschehnisse und Schicksale am Beginn der deutschen Teilung 1945 sowie die geschichtlichen Ereignisse in den über vierzig Jahren der Existenz der DDR dargestellt und aufgearbeitet werden. Möglich wird dies gemacht mit den noch vorhandenen Zeitzeugnissen, Dokumenten , Beschreibungen und Bildern. Hierfür hat eine umfangreiche Vorarbeit stattgefunden, die u.a. mit der Schaffung einer Datenbank mit jetzt schon über 2000 Seiten ihresgleichen in Deutschland sucht und dazu beitragen wird, dem Vorhaben einen erfolgreichen Weg zu bahnen.

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